Sauna, was ist das?
Aufwärmphase in der Sauna
Was sind die Wurzeln der Sauna?
Wie nutze ich die Sauna richtig?
Wie wirkt die Sauna?
Wie lange vor dem Saunagang muss ich die Sauna anschalten?
Die Kunst des Sauna-Aufgusses
Saunadüfte und Ihre Wirkung
Muss ich zwischen den Saunagängen ruhen?
Richtig abkühlen nach der Sauna.
Wie oft darf ich in die Sauna?
Nehme ich in der Sauna ab?
Dürfen Senioren in die Sauna?
Hilft Saunieren bei Rheuma?
Sinnvolle Ergänzungen zum Saunabad.
Sanarium mit Saunapur
Was ist der Unterschied zwischen einer Sauna und Infrarotkabine?
KLAFS Begriffserklärung: Was genau ist ein Dampfbad?
Wie nutze ich das Dampfbad richtig?

 

Sauna, was ist das?

Das Wort „Sauna“ entstammt dem Finnischen, denn im hohen Norden ist diese Art des Schwitzbades mit anschließender Abkühlung weit verbreitet. Dabei waren die Finnen nicht unbedingt die Erfinder dieses angenehmen Bades, und es wurde auch nicht immer in kleinen Blockhäuschen durchgeführt. In etlichen Kulturen gab es schon Schwitzbäder, denn hierzu mussten nur kleine Mengen Wasser erhitzt werden – weit weniger, als für ein Bad im Zuber notwendig wäre. Aus Finnland verbreitete sich die Sauna zunächst vor allem durch erstaunliche Erfolge finnischer Sportler. Zwei Finnen liefen bei den Olympischen Spielen in Paris 1924 trotz brütender Hitze auf der 5.000– und 10.000–Meter–Distanz allen Konkurrenten davon. Wie konnte das passieren, wo doch ausgerechnet diese Nordlichter Wüstentemperaturen kaum gewohnt sein konnten?
Was zunächst vor allem Sportler faszinierte, fand rasch Eingang in öffentliche und private Bäder, Fitnessstudios, Wellness-Oasen und sogar Kliniken und Kurzentren. Bei Sportlern unterstützt Saunieren die Regeneration, aber auch jeder andere stabilisiert dadurch seine Gesundheit.

 

Aufwärmphase in der Sauna

Drei Dinge sind für die Aufwärmphase in der Sauna wichtig:

  1. die Lufttemperatur,
  2. die relative Luftfeuchte,
  3. die Dauer des Saunierens.

Entsprechend brauchen Sie ein Thermometer, einen Anhaltspunkt über die Zeit und ein Hygrometer, wie der Fachbegriff für den Feuchtigkeitsmesser lautet.
Am kompliziertesten ist die Messung der Luftfeuchte: Gemessen wird nicht der tatsächliche Wassergehalt, also die absolute Feuchte, sondern die relative Sättigung der Luft mit Wasser. Je nach Temperatur kann die Luft unterschiedlich große Mengen an Wasser aufnehmen. Um den Gefrierpunkt herum kann ein Kubikmeter Luft nur knapp 5 Gramm Wasser aufnehmen. Wird diese Menge überschritten, bilden sich Tröpfchen.
Bei 50 °C kann dieselbe Menge Luft bereits 82 Gramm Wasser aufnehmen, bis sich Dampf bildet, und bei 100 °C sind es 590 Gramm pro Kubikmeter Luft. Die jeweilige Wassermenge, die die Luft maximal bis zur Sättigung aufnehmen kann, sind 100 % Luftfeuchtigkeit.
Das KLAFS Hygrometer misst den Anteil der vorhandenen Feuchtigkeit an der maximalen Sättigung. Gibt der Hygrometer 50 % Sättigung an, so wären bei 0 ° 2,5 Gramm Wasser vorhanden, bei 80 ° 41 Gramm und bei 100 °C 245 Gramm.
Deshalb ist es wichtig, die Temperatur und die Feuchtigkeit immer auf gleicher Höhe in der Saunakabine zu messen. Auf der zweiten Bank kann eine Feuchtigkeit von 5 – 15 % bestehen, auf der dritten Bank von 3 – 10 %, um ein günstiges Saunaklima zu bilden.
Die Messung der relativen Feuchte lässt sich schlechter eichen als die Temperaturmessung. Bei hoher Luftfeuchte in der Sauna trotz ausreichend langen Vorheizens könnten die Messhaare unzuverlässig geworden sein, oder der Hygrometer hängt zu tief.
Der wichtigste Messwert in der Sauna ist immer Ihr Gefühl. Solange Sie sich vor, während und nach der Sauna wohlfühlen, stimmt alles.

 

Was sind die Wurzeln der Sauna?

Wärme war in den gemäßigten Breiten Luxus. Die Reinigung des Körpers und rituell auch der Seele ist jedoch schon immer allen Menschen ein Bedürfnis gewesen. Es bot sich an, zur Reinigung nicht mit hohem Energieaufwand einen ganzen Zuber mit Wasser zu erwärmen, um sich darin zu reinigen, sondern mit weit weniger Material einige Steine zu erhitzen, die in einer Kuhle oder einem umschlossenen Raum rasch für eine starke Erwärmung sorgten. Nicht nur die Finnen blicken hier auf eine sehr lange Tradition zurück, sondern auch die Indianer Nordamerikas praktizierten diese Technik, die heute als „Schwitzhütte“ mit vielfach esoterischen Zutaten wieder gefragt ist.

Russischen Ursprungs ist das Dampfbad, das aber im süd- und mitteleuropäischen Raum auch die Römer bereits kannten und zu hoher Vollendung brachten, indem sie Räume mit unterschiedlicher Wärme und Luftfeuchtigkeit hintereinander anordneten.

Im Orient bieten Hamams Schwitzbäder und zusätzlich auch Massagen an – auch das mit einer sehr lange zurückreichenden Tradition.

In Mitteleuropa waren bis zum Ende des Mittelalters die Badstuben weit verbreitet. Mit den damaligen hygienischen Verhältnissen stand es nicht zum Besten, und sie verschlechterten sich zudem, als die Badstuben nach und nach geschlossen wurden, weil die Geistlichkeit sittenschädliches Tun witterte. Allerdings trugen sie wohl auch zur Verbreitung von Infektionskrankheiten bei.

 

Wie nutze ich die Sauna richtig?

2 Stunden Zeit, Saunahandtücher und Seife und schon kann ’s losgehen.
Weder hungrig, noch mit vollem Magen in die Sauna gehen. Reinigen Sie Ihren Körper und trocknen Sie sich gründlich ab. Bei kalten Füßen nehmen Sie vor der Sauna ein warmes Fußbad.
Ein Sauna-Badegang sollte 8-12, maximal 15 Minuten dauern. Dabei können Sie entspannt sitzen oder liegen. Sollten Sie sich während des Bades unwohl fühlen, ist es ratsam, sofort die Saunakabine zu verlassen.
Ein Saunaaufguss - besonders mit Duftstoffen - steigert das Saunaerlebnis. Das verdampfende Wasser tut den Atemorganen gut und läßt Sie noch intensiver schwitzen. Anschließend empfehlen wir Ihnen 2-3 Minuten zu sitzen.
Danach raus aus der Kabine und Frischluft einatmen. Eventuell mit dem Kneippschlauch oder der Schwallbrause abkühlen.

Geübte Saunagänger kühlen sich auch im Tauchbecken ab. Abschließend einfach sitzen oder langsam gehen. Bei Bedarf nochmals abkühlen. Ein warmes Fußbad vor dem nächsten Saunagang fördert die Durchblutung.
Nach gründlicher Abkühlung folgt dann - je nach Lust und Laune - der 2. und eventuell 3. Badegang. Zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes trinken Sie nach dem Baden am besten Mineralwasser oder Fruchtsäfte. Das ist ebenso gesund wie erfrischend.

 

Wie wirkt die Sauna?

Die Wirkung der Sauna auf Körper und Seele wird erst durch die Abwechslung heiß-kalt und die Wiederholungen perfekt. So wird die Zellregeneration in der Haut angeregt. Durch den Wechsel aus heiß und kalt wird das Immunsystem trainiert, aber auch das gesamte hormonelle System, das auf Belastungen aller Art (körperliche Beanspruchung, geistigen Stress, seelische Anspannungen) reagieren muss.
Dieses Training zeigt sich beispielsweise darin, dass regelmäßig Saunierende deutlich seltener an Infekten erkranken, weniger sogenannte funktionelle Beschwerden wie Kopfschmerzen, Reizdarm, Periodenunregelmäßigkeiten usw. klagen und sich allgemein ausgeglichener fühlen.
Für das Kreislaufsystem ist das Saunieren eine gute und gezielte Übung, ohne dass – bei richtigem Saunabaden! – das Herz überlastet wird. Die Erholung nach starken sportlichen Belastungen tritt schneller ein, wenn man im ausreichenden Abstand zum Sport sauniert.

 

Wie lange vor dem Saunagang muss ich die Sauna anschalten?

Die Saunawärme kommt nicht nur aus dem Ofen, sondern sie wirkt als Strahlungswärme von allen Holzteilen, also Wänden, Bänken und der Decke. Hierzu ist es notwendig, dass die Saunakabine ausreichend lange vorgeheizt wird (mindestens eine Stunde vor Saunabeginn), denn das Holz braucht länger als die umgebende Luft, bis es sich entsprechend aufgeheizt hat.
Wer schon zu saunieren beginnt, bevor sich das Holz in der Temperatur angepasst hat und Strahlungswärme aussendet, bringt sich um eine gleichmäßige Erwärmung des Körpers, denn der Saunaofen würde von vorne erhitzen, im Rücken (also im „Strahlungsschatten“) wäre es beim frontal vor dem Ofen Sitzenden deutlich kühler. Für den Körper ist dieser Reiz dann weniger eindeutig, die Saunawirkungen wären beeinträchtigt.

 

Die Kunst des Sauna-Aufgusses

Der Hitzereiz lässt sich noch steigern und das Schwitzen etwas provozieren, indem Sie einen Aufguss vornehmen. Hierzu nehmen Sie in der traditionellen Sauna einen kleinen Holzzuber voll Wasser und einen Schöpflöffel mit. In Finnland werden in dieses Wasser vorher Birkenzweige gestellt, die auch zum sogenannten Quästen benutzt werden und die dem Aufguss einen angenehmen Duft verleihen. Hierzulande behelfen sich Saunabegeisterte einfach mit einigen Tropfen Bergkiefer oder auch mit anderen aromatischen Ölen im Aufguss.

 

Saunadüfte und Ihre Wirkung

  • Eukalyptus: frischer, würziger Duft der belebend und motivierend wirkt. Zudem aktiviert Eukalyptusduft die Atmung und fördert so die Sauerstoffversorgung aller Körperzellen, besonders beim Saunagang.
  • Minze mit Menthol: krampflösende Wirkung, regt die Durchblutung der Schleimhäute an, wirkt schleimlösend und desinfizierend.
  • Lavendel: herausragend ist die Wirkung von Lavendel auf die Nerven. Hilft unterstützend bei Nervosität, Migräne, Erschöpfungszuständen, Schlaflosigkeit und Nervenschwäche.
  • Kamille mit Wacholder: beruhigend und krampflösend, gibt Zuversicht und Stärke, hilft Emotionen loszulassen, entspannt.
  • Bergkräuter: abwehrstärkend und schleimlösend, wirkt zudem auf die Muskulatur durchblutungsfördernd, schmerzlindernd und krampflösend.
  • Latschenkiefer: würziger Duft der schleimlösend wirkt. Die Inhaltsstoffe machen das Bronchialsekret dünnflüssiger und fördern dessen Abtransport aus den Atemwegen.
  • KLAFS Duft 'Relax': wirkt erfrischend und belebend. Aktiviert die Atmung und fördert die Sauerstoffversorgung aller Körperzellen.
  • Heublume: frischer, milder Naturduft wirkt ausgleichend und entspannend.
  • Minze/Zitrone: frischer, fruchtiger Duft der belebend und anregend wirkt.
  • Mandarine: der Duft wirkt harmonisierend und antidepressiv. Es belebt den Körper und wirkt aufmunternd.
  • Papaya: riecht sehr angenehm und erfrischend.
  • Waldbeere: angenehmer fruchtiger und frischer Geruch.
  • Birke: sanfter, balsamischer Duft wirkt ausgleichend und stabilisierend..
  • Rosmarin: würzig frisch mit einer kräftigen Nuance, wirkt belebend und konzentrationsfördernd.
  • Bergkiefer: Duftet frisch nach Nadelwald mit einer harzigen Note, wirkt stärkend und kreislaufanregend.
  • Kokos: angenehm süß und exotisch, weckt Urlaubsgefühle und wirkt inspirierend.
  • Lemongras: intensiv zitronenartiger Duft der erfrischt, motiviert, belebt und dem man zudem eine hautreinigende Wirkung nachsagt.
  • Vanille: warmer, süßer Duft der harmonisierend und entspannend wirkt und somit den Schlaf fördert.
  • Zitrone: leicht herbe, zitrusartige Note, die Körper und Geist erfrischt und aktiviert. Zudem wird ihr eine stimmungsaufhellende Wirkung nachgesagt.
  • Apfel zimt: Weihnachtliches Aroma. Ideal für die kalte Jahreszeit.

 

Muss ich zwischen den Saunagängen ruhen?

Es empfiehlt sich, zwischen den Saunagängen zu ruhen um den Kreislauf zu beruhigen. Achten Sie darauf, dass die leicht auskühlenden Füße warm bleiben (Socken, Decke). Sobald der Puls wieder normalisiert ist, können Sie den nächsten Saunagang angehen.

Faustregel: Die Abkühlphase sollte etwa doppelt so lange wie die Wärmephase sein, wobei die Ruhepause beliebig lange sein kann.

 

Richtig abkühlen nach der Sauna.

Wasser nimmt mehr Wärme mit als Luft, und weil sich der Körper in der Sauna selbst im Körperkern um etwa 0,5 – 1°C aufgewärmt hat, ist eine gründliche Abkühlung notwendig. Zur Verfügung stehen das Tauchbecken (härtere Variante) oder die verschiedenen Duschen und Brausen (sanftere Version). Möchten Sie im Tauchbecken eintauchen, sollten Sie vorher aus hygienischen Gründen den Schweiß abspülen. Nur kurz ins kalte Wasser eintauchen!
Kreislaufschonender ist das kalte Abduschen. Sie können mit den Armen oder Beinen beginnen, weil sie weniger Kälte empfindlich sind, dann folgt der Rücken, schließlich Gesicht und Brust. Die Kälte führt dazu, dass sich die in der Hitze erweiterten Blutgefäße schnell zusammenziehen. Dadurch bleibt aber mehr Wärme im Körperinneren.
Um die Blutgefäße wieder zu öffnen und mehr Wärme abstrahlen zu können, ist ein warmes, nur knöchelhohes Fußbad geeignet. Im Sitzen stellen Sie die Füße wenige Minuten hinein, dann folgt wieder eine kalte Brause. Wer möchte, kann nach diesem ersten Gang bereits eine Ruhepause einlegen. Nach gründlicher Abkühlung können Sie aber auch den nächsten Saunagang genießen.

 

Wie oft darf ich in die Sauna?

Ein großer Vorteil der Sauna in den eigenen vier Wänden ist der, zu jeder Zeit unabhängig von Öffnungszeiten saunieren zu können und so jederzeit die Möglichkeit zu haben. Alle langfristigen Wirkungen auf die Gesundheit können Sie sich bei regelmäßigem Saunieren zu eigen machen. Damit die Gesundheit etwas davon hat, muss das Saunieren jedoch richtig „dosiert“ werden, wie jedes Medikament auch. Ein Zuwenig erreicht nicht die gewünschte Wirkung, aber auch ein Zuviel schadet.

Der Schaden äußert sich beispielsweise darin, dass Sie nach zu langen oder zu häufigen Saunagängen reizbar werden, Kopfschmerzen bekommen oder nicht die gewünschte Entspannung verspüren, sondern an Schlafstörungen leiden. Wöchentlich einmal regelmäßig saunieren ist ein vernünftiges Programm, das zum Wohlbefinden und für eine stabile Gesundheit beiträgt.

Wenn Sie einmal wöchentlich saunieren, können Sie ohne weiteres jedes Mal drei Gänge genießen, die allerdings 12 oder 15 Minuten in der Heißphase nicht überschreiten sollten. Zweimal wöchentlich saunieren ist die Dosis, die Ärzte bei verschiedenen Beschwerden wie Infektanfälligkeit, zu hohem Blutdruck, Spannungskopfschmerzen und asthmatischen Beschwerden empfehlen. Bei zweimaligem Saunieren wöchentlich reichen jeweils zwei Gänge aus, auch sie zeitlich begrenzt ohne das Ziel, Hitzerekorde zu brechen. Gegen drei Saunagänge wöchentlich ist nichts einzuwenden. Hier sollten Sie aber besonders darauf achten, dass Sie nicht zu lange in der Hitze sitzen, dass Sie gut anschließend abkühlen und auch die Ruhephasen nicht zu kurz kommen lassen. Bei so viel Übung kann es ausreichen, wenn Sie jeweils nur einen Saunagang unternehmen.

Bei der Bekömmlichkeit der Sauna sollte diese Methode nicht allein gesehen werden, sondern der gesamte Tagesablauf. Wer zwei Kilometer täglich schwimmt oder sich anderweitig körperlich stark belastet, sollte nicht auch noch zwei Saunagänge jeden Tag unternehmen. Auch von Ihrer körperlichen und seelischen Verfassung hängt es ab, wie viele Gänge am Tag und pro Woche Ihnen zuträglich sind. Abgehetzt in die Sauna zu stolpern bringt wenig, und wer den Kopf nicht vom Tagesgeschäft freimachen kann, an dem geht die Wirkung der Sauna möglicherweise ebenfalls einmal vorbei. Die beste Richtschnur für die Verträglichkeit ist das anschließende Wohlbefinden.

 

Nehme ich in der Sauna ab?

Durch Saunieren nehmen Sie ab, sofort auf der Waage sichtbar. Kein Fett allerdings schmilzt, sondern der Gewichtsverlust ist gleichbedeutend mit Flüssigkeitsverlust. Und der ist mit dem nächsten Getränk fast wieder ausgeglichen. Das Schwitzen und der schnellere Herzschlag verbrauchen zwar Kalorien (Energie), aber andererseits wird über die Wärme dem Körper auch Energie zugetragen. Für das Kalorienkonto ist daher das Saunieren nicht von Bedeutung. Wer aus Frust oder Anspannung isst, kann jedoch abnehmen, wenn er stattdessen ein entspannendes Saunabad nimmt.

 

Dürfen Senioren in die Sauna?

Senioren, die schon immer saunageübt waren, können ihrem Hobby weiter frönen, so lange sie es vertragen, wobei Herzkrankheiten, Gefäßleiden, hoher Blutdruck, Venenprobleme immer Anlass sein sollten, sich mit einem saunakundigen Arzt abzusprechen, denn teilweise sind die körperlichen Reaktionen unter Medikamenteneinnahme verändert und dann eventuell nicht mehr ganz verlässlich.

Senioren, die noch nicht sauniert haben, aber etwas für sich tun möchten, können noch mit dem Saunieren beginnen, solange sie nicht an Krankheiten leiden, die medikamentös oder durch andere Maßnahmen nicht ausreichend in den Griff zu bekommen sind. Eine stabile Herzerkrankung, ein gut eingestellter Blutdruck sind kein Grund, sich die Sauna nicht mehr zu gönnen, sondern ganz im Gegenteil kann sie mit Gewinn für die Behandlung unterstützend genutzt werden.

 

Hilft Saunieren bei Rheuma?

Rheumatische Krankheiten können Akut entzündlich verlaufen. Hier ist zu unterscheiden zwischen Gelenkbeschwerden aufgrund einer Gelenkabnutzung, die sich vielfach auf Wärme deutlich verbessern und dem entzündlichen Gelenkrheuma, bei dem Wärme meistens nicht gut vertragen wird. Sauna ist in diesem Fall tabu, bis die akute Entzündung abgeklungen ist.

 

Sinnvolle Ergänzungen zum Saunabad.

Die entspannende oder anregende Wirkung der Sauna kann noch über die Nase gesteigert werden – durch Aromaöle beispielsweise. Gerüche und psychische Empfindungen hängen sehr eng miteinander zusammen. Am besten lassen sich ätherische Öle im Aufguss unterbringen. Aromaöle können aber auch gezielt die Durchblutung in den Atemwegen steigern, z.B. Eukalyptus- oder Nadelholzöle.

Ebenfalls auf die Seele wirken angenehme optische Eindrücke. Damit ist nicht nur das anheimelnde Innere der Holzkabine gemeint, sondern zusätzlich beispielsweise eine Farbbestrahlung. Jeder kennt die beruhigende Wirkung der blauen Farbe, die Entspannung durch Grün, die Stimulierung durch Rot oder die kreative Anregung durch Gelb. Viele Saunagänger sind begeistert von der Wirkung einer Sauna unter Farbbestrahlung.

Eher körperlich ist der zusätzliche angenehme taktile Reiz, erreicht durch Massage. Sie soll nicht nur „Streicheleinheit“ sein, sondern sie kann die bereits durch die Wärme gelockerte Muskulatur noch zusätzlich dehnen und entlasten. Diese Massage sollte als Handmassage, nicht etwa als Unterwasser-Druckstrahlmassage eingesetzt werden. Der zusätzliche Reiz im Wasser kann den Kreislauf rasch überfordern, zumal wenn das Wasser lauwarm oder warm ist. 

 

Was ist der Unterschied zwischen einer Sauna und Infrarotkabine?

Bei der Sauna beruht das wohlige Wärmegefühl einerseits auf der Übertragung der Wärmeenergie durch die erwärmte Luft. Andererseits erfolgt die Wärmeaufnahme durch die Abstrahlung von den Wänden und vom Saunaofen.

Bei den Infrarot-Wärmekabinen erfolgt die Wärmeaufnahme zum großen Teil durch die Strahlungswärme über IR-Strahler oder ähnlicher Komponenten wie beispielsweise die durch IR-Folien beheizten Wände. Die Wärmeaufnahme durch die erwärmte Luft spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

 

Sanarium mit Saunapur

Nachrüstung

Für Nachrüstungen empfehlen wir grundsätzlich eine Beratung - in einer unserer Ausstellungen oder gerne auch telefonisch unter 05335 2330-0 oder per E-Mail an info@klafs.at. Preis zzgl. Anlieferung und Montage.

Mit einem SANARIUM® ist Saunabaden besonders mild und angenehm. Die Temperatur ist niedriger als beim klassischen Saunabad, die Luftfeuchtigkeit höher und die Bedienung kinderleicht: Das SANARIUM mit SaunaPur® ganz einfach mit Wasser befüllen, dann werden Luftfeuchtigkeit und Temperatur völlig automatisch auf das gewählte Badeklima eingestellt. Über den Aromakelch können während des Bades zusätzlich angenehme Düfte verströmt werden.

 

KLAFS Begriffserklärung: Was genau ist ein Dampfbad?

Im Dampfbad, dem gegenüber der Sauna gesehen anderen Extrem des Schwitzbades, ist die Luft so stark mit Feuchtigkeit beladen, dass sich feine Tröpfchen, eben Dampf, bilden. Die so stark wassergesättigte Luft kann weit weniger Wasser aufnehmen, das durch Schwitzen von der Haut abgegeben wird.

Deshalb liegen beim Dampfbad die Temperaturen ganz deutlich niedriger, bei etwa 40 °C oder auch darunter. Betritt der Badende das Dampfbad, schlägt sich sogar Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft auf seiner Haut nieder. Viele Menschen glauben, dass sie im Dampfbad viel schneller schwitzen, weil sich rasch Feuchtigkeit auf der Haut sammelt. Das Gegenteil ist eher der Fall: Weil der Körper schlechter Verdunstungskälte bilden kann, erhitzt er sich, aber das Schwitzen ist hier eher eingeschränkt.

Dampfbäder gibt es auch in Abwandlungen mit weniger Luftfeuchtigkeit, zum Beispiel dem Tepidarium. Sie werden vielfach einfach zum Entspannen genutzt, weil Wärme entspannt. Sauna, Sanarium® und SaunaPUR® wollen allerdings mehr als „nur“ entspannen, nämlich ein Training der Selbstregulationskräfte im Körper.

 

Wie nutze ich das Dampfbad richtig?

2 Stunden Zeit, Badetücher und Seife und schon kann’ s losgehen.

Weder hungrig, noch mit vollem Magen in das Dampfbad gehen. Reinigen Sie Ihren Körper und trocknen Sie sich gründlich ab. Bei kalten Füßen nehmen Sie vor dem Dampfbad ein warmes Fußbad.

Ein Badegang sollte 10-15, maximal 20 Minuten dauern. Dabei können Sie entspannt sitzen oder liegen. Sollten Sie sich während des Bades unwohl fühlen, ist es ratsam, sofort die Kabine zu verlassen. Anschließend empfehlen wir Ihnen 2-3 Minuten zu sitzen.

Danach raus aus der Kabine und Frischluft einatmen. Dann mit dem Gießschlauch oder der Schwallbrause abkühlen. Geübte Badegänger kühlen sich auch im Tauchbecken ab. Anschließend einfach sitzen oder langsam gehen. Bei Bedarf nochmals abkühlen. Ein warmes Fußbad vor dem nächsten Badegang fördert die Durchblutung.

Nach gründlicher Abkühlung folgt dann - je nach Lust und Laune - der 2. und eventuell 3. Badegang. Zum Ausgleich trinken Sie nach dem Baden am besten Mineralwasser oder Fruchtsäfte. Das ist ebenso gesund wie erfrischend.